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Krimi beim JBBL Home Opener – Team Halle unterliegt Potsdam knapp

vor 15 Stunden
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 14 Minuten

Zum dritten und letzten Spieltag der 1. Einteilungsrunde der JBBL stand für Team Halle endlich das erste Heimspiel auf dem Programm. Mit zwei deutlichen Niederlagen gegen TuS Lichterfelde und Academy Potsdam war eine Qualifikation für die 2. Einteilungsrunde zum Aufstieg in die A-Division der JBBL kaum noch möglich. Für die Mannschaft von Coach Marcus Brambora ging es vielmehr darum, vor heimischer Kulisse ein Zeichen zu setzen, die gute Trainingsarbeit gerade aus dem Trainingslager in Tschechien zu bestätigen und dem ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe E2, den Basketball Talents Potsdam, einen guten Fight zu liefern.

 

Trotz des Ferienwochenendes war die Halle zum Tip-Off bestens gefüllt. Mit mehreren Trommeln dirigiert von Michaeal Schröder und unterstützt unter anderem durch den JBBL-Vorjahreskader des Jahrgangs 2010 und weiteren Nachwuchsspielern der Hallenser Teams machten die heimischen Fans ordentlich Stimmung. Im Kampfgericht gab es zudem Support vom Kooperationspartner aus Sandersdorf. Die Bühne für ein spannendes Basketballspiel war also bereitet.

 

Man war bereits daran gewöhnt, dass Team Halle in der jungen JBBL-Saison einen guten Start ins Spiel erwischt. Und so auch gegen die Talents. Als guter Gastgeber erlaubte man den Gästen aus Brandenburg den ersten Korb um dann aber selbst, angeführt von Jannik Sandhop (16 Zähler im Viertel), einen Run von 16 unbeantworteten Punkten aufs Parket zu legen. Auch die zwischenzeitliche, frühe Auszeit von Potsdam (beim Stand von 10:2) brachte den Gästen zunächst keine Entlastung. Anders als in der Vorwoche, legten die Unparteiischen eine sehr strenge Regelauslegung an den Tag und so erreichten beide Seiten bereits nach der Hälfte des Startviertels die fünf Team Fouls. Mit diesen Gegebenheiten kam Potsdam dann besser zurecht und konnte in der Periode noch auf drei Zähler zum Stande von 20:17 verkürzen.

 

Im zweiten Viertel entwickelte sich ein munteres hin und her ohne klare Vorteile auf beiden Seiten. Aber da Halle auch diese Periode mit 17:14 für sich entscheiden konnte, ging das Team und die begeisterte Fanbase mit einem 6 Punkte-Vorsprung durchaus zufrieden in die Pause.

 

Nach drei Minuten in der zweiten Halbzeit kratzten die Gastgeber gar wieder an einer zweitstelligen Führung. Doch das wollte Potsdam nicht zulassen. Durch einen 12:0 Lauf konnten die Talents nach knapp sechs Minuten durch einen Dreier in Führung gehen. Halle hielt dagegen und konnte noch einmal zum 47:47 ausgleichen bevor Potsdam das Viertel letztendlich mit 23:13 gewinnen und mit einem 4-Punkte Vorsprung (50:54) ins entscheidende Viertel gehen konnte.

 

In diesem musste Halle dann früh auf Jannik Sandhop verzichten, der mit fünf Fouls vom Platz musste. Davon zunächst aber unbeeindruckt und angetrieben von Schröders-Trommlern, schnupperte Halle gut sieben Minuten vor Schluss durch den „And-One“ von Oscar Thieme am Ausgleich. Doch es war Potsdam, das mit drei Körben in Folge einen acht Punkte Vorsprung zur Mitte der Schlussperiode erspielte und Coach Brambora zu einer Auszeit zwang. Vermutlich hat er an die starken letzten Einheiten im Trainingslager erinnert, denn die Jungs kamen hochmotiviert aufs Parket zurück. Mit aufmerksamer Defense (vier Steals in 2 Minuten) und einem 8:0 Lauf konnte Halle unter dem Jubel der Fans zum 64:64 ausgleichen. Es waren noch drei Minuten zu spielen und jetzt brauchte Potsdam die Auszeit.

 

In der Folge wollten zunächst auf beiden Seiten weder die Distanz- noch die Nachwürfe fallen und die Halle raufte sich kollektiv die Haare. Denn wie über das gesamte Spiel hinweg, waren es mehr vergebene Hallenser Chancen als Potsdamer. Neunzig Sekunden vor Schluss konnte Felix Schubert mit einem verwandelten Freiwurf die Gastgeber Hauchdünn in Führung bringen. Mit noch 48 Sekunden auf der Uhr, verwandelt Potsdam den ersten Korb nach gut vier Minuten. Es sollte leider der Entscheidende sein. Auch wenn Team Halle noch zwei Chancen zum Sieg hatte, blieb in diesen Sequenzen die Foul-Pfiffe dann doch aus oder der Ball wurde abgefangen.

 

So blieb es bei einer denkbar knappen und unglücklichen Niederlage gegen den Favoriten aus Potsdam. Aber die Jungs haben vor super Kulisse ihre bisher beste Saisonleistung mit tollem Teambasketball, Kampfgeist und Moral gezeigt. Das sah auch der Coach so, der resümiert: „Der kämpferische Einsatz und der Wille das Spiel zu gewinnen war so wie ich mir das vorgestellt habe. Unser Spiel war bei weitem nicht fehlerfrei, aber wir haben zusammen gekämpft und rotiert, um Fehler wieder auszubügeln. Trotz der bitteren Niederlage können alle erhobenen Häupter aus der Halle gehen. Die Zuschauer haben ein tolles Spiel von uns gesehen.“

 

Während Jannik Sandhop mit 22 Punkten Topscorer der Partie wurde, konnte Till Braune mit 12 Punkten und 14 Rebounds sein zweites Double-Double im dritten JBBL-Spiel erzielen.

 

Auch wenn die 1. Einteilungsrunde mit drei Niederlagen abgeschlossen wurde, zeigt die Formkurve doch hoffnungsvoll nach oben. Ab 08.11. spielt Team Halle in der B-Division der JBBL. Dann geht es jeweils in Hin- und Rückspiel gegen fünf noch zu bestimmende Konkurrenten.

 

Für Team Halle spielten: Adam, Eric, Felix, Jannik, Johann, Julian, Lukas, Niels, Oscar, Philip, Till, Yannek.


Text: Marten Graubner

Fotos: Bernd Vogel



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