Ein Thriller in der Auenschule beim Spiel der U16 in der Landesliga
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Was für ein Spiel am 21.03.2026 in der Auenschule. Absolut nichts für schwache Nerven und wahrscheinlich eines der besten Spiele der Saison in der Landesliga U16 – zumindest von unserem Team – gegen die Panthers QLB/HBS.
Dabei standen die Vorzeichen nicht gerade gut. Neben den beiden JBBL-Spielern (B. Rossner, T. Gollmann) auf die Coach Brambora standardmäßig verzichtete, fehlte F. Friedrich mit einer Daumenverletzung und wie lange bei N. Hege seine, die Tage davor aufgrund einer Erkältung, sehr knappen Luft reichen würde, war offen.
Im Gegensatz zum vorangegangenen Spiel gegen den USV waren die Jungs von Minute eins an „on fire“ und legten einen großen Kampf in einem gutklassigen Spiel aufs Parkett der Auenschule. Es kann nur darüber spekuliert werden, woher dieser immense Motivationsschub kam. Vielleicht wollte man den körperlich überlegenen Gegner (gefühlt war jeder unserer Jungs im Schnitt 20 cm kleiner als sein Gegenspieler) beweisen, dass man trotz der klaren Niederlage im interessant geleiteten Hinspiel durchaus auf Augenhöhe spielt. Oder aber auch die Motivation von den Trainerbänken stachelte das Team zu Höchstleistungen an.
Während also das Heimteam mit Ausfällen und Einschränkungen zu tun hatte, konnte der Gegner im Gegensatz zum Hinspiel wieder auf seinen besten Spieler C. Stühff (Spieler bei den Löwen Braunschweig in der JBBL) zurückgreifen, der auch nur die ersten Minuten auf der Bank verbrachte und dann durchspielte.
Aber zum Spiel. Die Gastgeber starteten stark und gingen schnell 8 zu 2 in Führung, sehr zur Freude des doch etwas überraschten Anhanges. Doch dann fanden auch die Gäste ins Spiel. Mit einem 8-zu-0-Lauf in Minute 5 und 6 konnte das Team aus Halberstadt erstmals in Führung gehen (14-12). Die restliche Zeit der Periode verlief ausgeglichen mit diversen Führungswechseln. Am Ende von sehenswerten und von der Offensive geprägten 10 Minuten führte der Gast 29 – 28. Bemerkenswert dabei waren die 21 Punkte von N. Amolegbe bei dem an diesem Tag einfach kein Wurf daneben gehen konnte, wie es schien und der immer wieder vom Durchspielen des Systems profitierte.
Offensiv noch stärker präsentierte sich der Gast in Periode zwei. Dank eines in diesem Abschnitt gut aufspielenden C. Stühff (14 Punkte in Q2) gelangen den Panthern 31 Punkte. Sicherlich lag dies auch an den vielen Wechseln, die aufseiten des BBC notwendig waren um mit den Kraftreserven Haus zu halten, dies soll aber die Leistung der Gäste keinesfalls schmälern. Unter den anfangs erwähnten Umständen und sich immer wieder in Duelle mit größerem Gegner aufreibend musste die Einsatzzeit verteilt werden und dank einer gut aufgelegten Bank war das auch möglich. Zweiundzwanzig Punkte konnte der BBC Halle entgegensetzen und so ging es mit 50 zu 60 in die Pause.
Und der Gastgeber kam gut „erholt“ aus der Kabine. In der 7. Minute von Periode 3 konnte N. Graubner einen 8:0-Lauf zum 71-69 abschließen, der ersten Führung nach 20 Minuten. Das Spiel wogte nun hin und her und mit 81-80 für den BBC ging es dann in die Pause vor dem letzten Abschnitt.
Für Periode 4 war jetzt also für sehr viel Spannung gesorgt. Beide Teams holten alles aus sich raus und so mancher Elternteil fragte sich, ob es sein Kind heute nach Hause tragen müsse. Geprägt war der Schlussabschnitt dann aber auch von vielen Fouls, die sicherlich auch der Erschöpfung geschuldet waren. Häufig ging es an die Linie – BBC 5/11 FW – Panthers 3/10 FW. Nach 5 Minuten sah es danach aus, dass sich das Spiel in Richtung der Gäste drehen sollte (94 – 87), bevor O. Thieme mit einem Dreier nochmal den Abstand verkürzte und das Heimteam zurück ins Spiel brachte.
Leider kassierten in dieser Phase die gut spielenden F. Schubert und A. Schieritz ihr jeweils 5. Foul und somit schmolz der Kader von Coach Brambora weiter zusammen. Aber kein Grund zum Aufgeben. Und tatsächlich zog N. Hege zwei Minuten vor Ende die Führung nochmal auf die Seite des BBC (97 – 96), die N. Amolegbe mit 2 verwandelten Freiwürfen sogar auf 3 Punkte ausbaute.
Bedauerlicherweise konnte unser Team diese dann aber nicht über die Zeit bringen. Ein 8-0-Lauf der Gäste beendete die Hoffnung auf die Revanche. Daran änderte der Dreier eine Sekunde vor Schluss auch nichts mehr. Am Ende hieß es 104-102 für die Panthers in einem Spiel, welches keinen Verlierer verdient hatte.
Vielen Dank an die Gäste für ein faires, umkämpftes und körperliches Spiel und Glückwunsch zum Sieg. Es hat viel Spaß gemacht dabei zuzuschauen, auch wenn wir die Punkte gerne in Halle behalten hätten.
Für die Panthers geht es jetzt im Spiel gegen den USV um die Landesmeisterkrone. Der BBC kämpft im Spiel bei Magdeburg um Platz 3.
Neben Topscorer N. Amolegbe mit 53 Punkten, punkteten F. Schubert (14) und N. Hege (12) zweistellig. Aber vor allem war es eine super Teamleistung von allen 9 mehr oder minder fitten Spielern.
Text: Frank Hege
Bilder: Wenke und Marten Graubner








































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