Team Halle mit Niederlage zum Start der Finalrunde in der MDL U15
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- vor 4 Tagen
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Mit etwas Verzögerung aufgrund von Spielabsagen startete die U15 vom Team Halle am 11.04. in die Rückrunde der besten 5 Teams in der Mitteldeutschen Basketballliga. Eingebettet in einen vollen Tag Basketball mit weiteren Spielen diverser Altersklassen, empfing man in der Dreifelderhalle der Sportschulen Halle die Dresden Titans. Die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt waren durchaus schwer einzuschätzen, konnten sie doch einerseits zwei Siege gegen das Topteam aus Chemnitz aber auch Niederlagen gegen Gegner aus dem unteren Tabellenbereich sammeln. Im Hinspiel jedenfalls war man den Titans in einem teils ausgeglichenen Spiel mit 14 Punkten unterlegen. Die zahlreichen Fans durften sich also bei wieder einmal hervorragendem „Elterncatering“ in der RKS auf eine spannende Partie freuen.
Den besseren Start erwischten unsere Jungs, die schnell von nah und fern Treffer erzielen und so nach nicht ganz vier Minuten mit 10:2 in Führung gehen konnten. Dresden wurde allerdings langsam wach und konnte Mitte des Auftaktviertels durch seine JBBL-erfahrenen Spieler zum 11:11 bzw 13:13 ausgleichen. Team Halle konterte und setzte sich mit einem kleinen Run mit 5 Punkten ab, die letzten beiden Körbe der unterhaltsamen Periode gingen aber aufs Konto der Gäste, so dass zur Viertelpause 20:19 für Halle zu buche stand.
In der ersten Minute der 2. Periode sollte sich daran auch zunächst nichts ändern bevor der Ball doch noch den Weg durchs Netz fand; leider zugunsten von Dresden. Und da sich dies in der folge zu oft für die Titans und zu selten für Team Halle wiederholte, nahm Coach Heyne eine nach 3 Minuten im in der Periode und einem Stand von 22:26 eine Auszeit. In dieser konnte wohl nicht alles besprochen oder wiederholt werden. In jedem Fall bedurfte es nach weiteren gut zwei Minuten und 1:4 Punkten einer zweiten Gesprächspause. Hier konnten dann offensichtlich alle Fragen und Unklarheiten geklärt werden, denn bis zur Halbzeit wurde wieder regelmäßig gescored und der Rückstand im vertretbaren Bereich von -9 Punkten (34:43) gehalten.
Die Pause wurde von den Fans zur Stärkung und der fachkundigen Analyse der ersten Halbzeit genutzt. Ergebnis: Leistung am Verpflegungstand top; auf dem Feld noch nicht ganz, so dass eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hermusste. Zu dieser Erkenntnis kamen sicher auch Trainer und Spieler in der Kabine und es wurden Maßnahmen besprochen, wie man gegen die körperlich überlegenen Dresdner das Spiel drehen kann. So zumindest die Theorie. In der Umsetzung überzeugten aber vor allem die Gäste, die offensichtlich die Pause ebenfalls genutzt hatten. Mit einem 4:18 Lauf aus Hallenser Sicht erspielten sich die Titans einen 23 Punkte Vorsprung in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels. Aufgrund von Fehlpässen oder unglücklicher Wurfauswahl in der Offense aber vor allem vielen Unachtsamkeiten in der Defense wurde man in dieser Phase regelrecht überrannt.
Nach einer Auszeit konnte sich Team Halle aber langsam stabilisieren und selbst wieder etwas mehr Initiative in der Offense ergreifen. Voraussetzung hierfür war wiederum eine nun etwas bessere Defensivarbeit. So konnten die Jungs den Rückstand vor dem Schlussviertel auf -12 verkürzen. Es war also wieder alles drin.
Und tatsächlich nahm Team Halle den Schwung aus der dritten Periode mit in das Schlussviertel, in dem es nach knapp 90 Sekunden 61:66 stand. Man war wieder auf Schlagdistanz. Insbesondere eine nun starke Defense und nachlassende Kräfte der Gäste in der Offense führten zu nur 12 Titans Zählern in der letzten Periode. Eigentlich stark, leider kamen allerdings die meisten der gegnerischen Punkte in der Mitte des Viertels, was den Rückstand zunächst wieder auf 13 Punkte anwachsen ließ. Das intensive Spiel forderte nun auch bei den Hallenser Jungs Tribut und man blieb mehr als drei Minuten ohne Korberfolg. Doch die Jungs gaben nicht auf! In den letzten fünf Minuten hielt man Dresden seinerseits bei nur 3 Punkten und mit etwas mehr Glück (Stabilität) im Abschluss oder von der Freiwurflinie wäre das Spiel vielleicht tatsächlich noch gekippt. So konnte man sich aber „nur“ noch auf sechs Punkte Rückstand herankämpfen und musste sich letztendlich mit 72:78 geschlagen geben.
Als positive Erkenntnisse aus dem Spiel lassen sich das Zusammenspiel aus der ersten Periode und die kämpferische Leistung aus der zweiten Halbzeit mitnehmen. Entsprechend fällt das Resümee von Coach Heyne aus: „Zwei Minuten länger und wir wären dran gewesen.“ Kleiner Blick noch auf die Statistik: Mit 13 verwandelten Freiwürfen bei 27 Versuchen (gegenüber 10 von 15 auf Dresdner Seite) wurde der Sieg (auch) an der Linie verschenkt.
Für Team Halle spielten: Adams, Ben, Emiljan, Eric, Felix, Jannik, Konstantin, Niels, Oscar, Philip, Till, Yannek.
Text: Marten Graubner
Bilder: Marten Graubner, Anita Berlin, Sindy


























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