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Doppelmission in Chemnitz: Hauptziel erreicht

Am Samstag ging es für das weibliche U14 Team Halle zu einem Doppelspieltag nach Chemnitz. Nach verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen war der Kader auf 6 Spielerinnen zusammengeschrumpft. Davon 3 Spielerinnen mit kaum MDL-Erfahrung und 2 frisch aus einem einwöchigen Trainingslager. Die Voraussetzungen auf hallescher Seite hätten also kaum schlechter sein können. Trotzdem fährt man ungern nach Chemnitz ohne am Ende mit guter Laune abreisen zu können.


Team Chemnitz – Team Halle

 

Nach dem ersten Spiel sah es allerdings so aus als würde man sich damit abfinden müssen. Im ersten Spiel trat man nämlich gegen die vermeintlich schwächere zweite Truppe der ChemCats, welche unter dem Namen Team Chemnitz spielen, an. Aber von Schwäche war auf seitens Chemnitz wenig zu sehen. Obwohl der Achtplatzierte der Liga zumindest Laut Tabelle der schwächere Gegner seien sollte, lieferten sie von Minute eins einen Kampf, den man in Halle aus dieser Liga gar nicht gewohnt war. Vor allem die mangelnde Tiefe und Erfahrung im Ballvortrag machte das Etablieren des eigenen Spiels schwer. Viel zu viele unnötige Ballverluste sorgten für zu wenige eigene Angriffe und zu viele für den Gegner. An der Trefferquote scheiterte dieses Spiel nicht, maximal an der Abschlussqualität aber die lässt sich entweder trainieren oder Bedarf nur ein paar zusätzlichen Prozenten an Einsatz.

 

Vielmehr Worte bedarf es für dieses Spiel auch nicht. Es ist bewusst wo die Fehler und Probleme lagen und an denen kann gearbeitet werden. Es ist bedauernswert, dass man sich für die erste Niederlage der Saison nicht revanchieren werden kann. Team Halle steht bereits sicher in der Finalrunde A und Team Chemnitz kann mit maximal 3 Siegen diese nicht mehr erreichen kann.

 

Endergebnis: Team Chemnitz 73 – Team Halle 60

 

Topscorerinnen: Finja Dornhoff (27 Punkte, 3 Dreier), Amalia Oswald (17 Punkte) und Sonja Lippert (8 Punkte)

Alle Spielerinnen spielten mindestens 25 Minuten bei durchlaufender Zeit, aufgrund von Schiedsrichterknappheit.

 

ChemCats – Team Halle


Nach der ersten Saisonniederlage in der MDL und harten Worten in der Kabine glaubte wahrscheinlich kaum jemand in der Halle, dass man nun den ungeschlagenen Erstplazierten schlagen könne, denn dies war der Gegner für Spiel zwei.


Die ChemCats, fairerweise auch ohne die beiden besten(?) Spielerinnen.

 

Auch hier ist die Geschichte des Spiels relativ schnell erzählt. In Halbzeit eins wirkte das noch erschöpftere Team aus Halle so als wäre es noch nicht ganz warm(???). Man konnte zwar in Viertel eins noch mithalten jedoch passierten erneut im Ballvortrag und gegen eine konstant gespielte Presse zu viele Fehler. Vor allem aber die defensiven Abwesenheiten wurden von Chemnitz konstant und konsequent bestraft. Hier war eine solide Arbeit von Seiten der Trainer klar zu erkennen, so mussten alle in der Halle gestehen, das die Grundlagen in Chemnitz sitzen. Viertel zwei gehörte ganz den Hausherren, die Kräfte auf Hallenser Seite schwanden immer weiter, was zu mehr Rotation im 6er-Kader führte, falls man dies überhaupt so nennen kann…


So ging es mit einem 11 Punkte Rückstand in die Pause und diese war der Wendepunkt des Spiels. Diese paar Minuten Ruhe sorgten für das Erwachen neuer Kräfte und sorgten für eine zweite Halbzeit, die in Halle und Chemnitz wohl nicht allzu bald vergessen werden wird.


11 Punkte Rückstand sind nichts im Basketball. Vor allem, wenn man defensive Präsenz und offensive Kaltschnäuzigkeit an den Tag legt. So gelang, etwas was man in Basketballkreisen wohl selten sieht. Ein achtminütiger 18 zu 0 Lauf!!!

Ja richtig gelesen es gelang Chemnitz acht Minuten lang keinen einzigen Erfolg verbuchen zu können, oder besser es gelang Halle acht Minuten lang chemnitzer Erfolge zu verhindern.


Herausragende Spielerin dieser Phase: Finja Dornhoff, welche das Spielfeld in Halbzeit zwei immer wieder aufgrund eines Schlags in den Magen verlassen musste, aber immer wieder zurückkam und mit dieser Einstellung das gesamte Team anheizte.


Hut ab in diesem Alter diesen Willen zu zeigen und auch für ihn einzustehen ist ein einzigartiges Talent und wird sie ganz sicher weit bringen.

 

Im letzten Viertel schlug Chemnitz noch einmal zurückkonnte sogar noch einmal die Führung übernehmen, die Sicherheit darüber, wer dieses Spiel gewinnen sollte, war aber nicht mehr aus den Gästen aus Halle zu streichen. Die anfangs so problematische Presse wurde nun konsequent ausgehebelt und führte häufig zu Überzahlsituationen die konsequenter genutzt werden hätten können, aber trotzdem häufig genug zum Erfolg führten, um am Ende das Spiel zu gewinnen.

Der eigentliche Schlusspunkt des Spiels war das mehr oder weniger korrekte, aber richtig gelesene Einwurfplay kurz vor Ende des Spiels. Hier sah man die eigentliche Spielintelligenz der Hallenserinnen und die Verwirrtheit der Chemnitzer, wenn etwas mal nicht nach Plan lief.

 

Endergebnis: ChemCats 56 – Team Halle 60


Topscorerinnen: Finja Dornhoff (25 Punkte, 3 Dreier), Amalia Oswald (21 Punkte) und Sonja Lippert (10 Punkte)


Text: Lucas Zehnpfund

Bilder: Spielerinneneltern



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