Cheerio Miss Sophie
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- 7. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Frei nach dem Motto "Same procedure as last game" lief am letzten Sonntag das Spiel der JBBL-Jungs gegen die Gäste der DBV Tiger Berlin. Zu viele verworfene Freiwürfe, vergebene "einfache" Würfe, hin und wieder zu viel Eigensinn. So wie wir seit geraumer Zeit Spiele gegen gleichstarke Teams verlieren und Spiele, in denen wir eigentlich besser sind unnötig spannend machen. Trotz allem gab es auch (wieder) viel Positives zu sehen.
Deshalb die Worte des Coaches zum Spiel dieses Mal zu Anfang.

Coach Marcus Brambora:
"... Ich will nochmal betonen, dass es kämpferisch dieses Mal wirklich top war und wir uns nichts vorwerfen müssen.
Das Zusammenspiel war wieder deutlich besser, was auch die 22 Assists beweisen.
Leider ist unser leidiges Problem, die "Beendigung der possession". Wir belohnen uns für unsere Arbeit zu wenig.
Wir lassen wieder einige freie Würfe liegen und verschenken 17 !!! Punkte an der Linie. Defensiv lassen wir erneut 22 OR zu.
Haltet den Focus (Konzentration) oben und bringt jede Sequenz zu Ende und BELOHNT euch/uns.
Es ist schade und bitter immer ein Lob zu bekommen, aber zu oft die Siege dem Gegner zu überlassen.
BRINGT ES ZU ENDE UND SEID DADURCH ERFOLGREICH!!!"
Zum vierten Mal in dieser Saison (2 Mal in der Quali) ging es gegen die Tiger. Während die beiden Qualifikationsspiele in wahren Abwehrschlachten jeweils an unser Team gingen, gewannen die Berliner die beiden Spiele in der Hauptrunde knapp bei einem hohen Gesamtscore.
Endstand in diesem Spiel 85:92. Mehr als ein Drittel Ihrer Punkte (36) erzielten die Gäste dabei von der Dreierlinie und viele davon in Momenten in denen es besonders "weh tat" und Team Halle die Hand am Sieg hatte.
Auf der anderen Seite zeigte sich wieder eine Problematik, die sich seit dem Vorrundenspiel gegen Braunschweig eingeschlichen hat. Unkonzentrierte einfache Würfe aus der Nahdistanz. Viele davon nach Steal und gegen eine ungeordnete Defense. Obwohl die Statistik bei den Fastbreaks mit 21:7 Punkten deutlich für die Gastgeber spricht, blieben gerade in den letzten beiden Vierteln einige dieser Chancen ungenutzt.
Eine andere Schwäche die das Team aber schon sehr lange begleitet sind die liegen gelassenen Punkte von der Freiwurflinie. Mit 51% lag man zwar gefüllt deutlich über den eigenen Schnitt, aber bei insgesamt 35 Versuchen sind das trotz allem 17 verschenkte Punkte und somit klar zu viel Fehlwürfe.
Bei wieder in manchen Phasen zu vielen Alleingängen mit dem einzigen Ziel ein Foul zu ziehen und an die Linie zu gehen, müssen die Würfe dann aber auch rein. Das klappte leider nicht und dazu kamen 19 Turnover die oft daraus resultierten, dass von den Referees natürlich auch bewertet wird, ob der Spieler überhaupt versucht einen Korb zu erzielen oder nur auf den Pfiff "wartet".
Aber genug Negatives, kommen wir zu Sachen, die erfreulich waren.
Unsere Großen lieferten wieder, B. Rossner (2-Pts: 11/13, 27 Punkte, 6 Rebounds) und D. Amtmann (2-Pts: 6/8, 19 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists). O. Schulze steuerte 6 Assists zum guten Teamwert von 22 Assists bei.
Und die Bank, dieses Mal mit nur 4 Spielern besetzt, tat ihr Bestes und lieferte 26 Punkte, 15 Rebounds und 8 Assists in durchschnittlich 20 Minuten pro Spieler. Bemerkenswerte Stats dabei N. Winter (7 Rebounds / 6 Assists / 8 Punkte), N. Amolegbe (5 Rebounds / 11 Punkte) und N. Hege mit den Bestwert in der Plus/Minus-Statistik (+7 / 7 Punkte).
Das Team funktioniert wieder mehr als Team, Ausfälle (T. Beck, J. Kräuter, D. Mendez) können so weitestgehend abgefangen werden. Jetzt wird es wieder Zeit in knappen Spielen gegen gleichwertige Gegner wie Braunschweig oder Berlin diese auch auf unsere Seite zu ziehen (erinnern wir uns an das Spiel gegen Göttingen oder die MBA) und Spiele in den wir favorisiert sind souveräner nach Hause zu spielen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich nun am Wochenende in Potsdam.
Die Träume von den Playoffs sind nun endgültig ausgeträumt, jetzt heißt es Platz 4 sichern und somit die Chancen für die Playdowns steigern.
Das Saisonziel Nichtabstieg ist immer noch sehr realistisch. Das weit mehr drin war (gerade wenn man die Resultate "oben" sieht) ist nicht zu leugnen, aber leider liefen auch einige Sachen, die nicht unserer Hand lagen etwas unglücklich. Trotz allem können wir bisher auf eine tolle Saison zurückblicken, spannende Spiele, Leistungsentwicklungen aller Spieler und uns auf den Rest der Saison freuen.
Also dann in Potsdam "A different procedure as last game!"
Text: Frank Hege




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